Höhere Leistungen an Flüchtlinge in einigen EU-Staaten

Presse

In den Nordbayerischen Nachrichten erschien am 02. September 2015 auf Seite 2 folgender Artikel:

Andere Staaten zahlen mehr

Von wegen gelobtes Land: Überblick über Asyl-Leistungen in der EU

von Detlef Drewes

Deutschland gilt als das gelobte Land.Dabei haben Flüchtlinge in anderen EU-Staaten oft sehr viel bessere Aussichten auf Arbeit und auf Sozialleistungen.Der häufig gehörte Vorwurf, Asylbewerber erhielten zuviel Geld in Deutschland, ist schlicht falsch.
BRÜSSEL—In Deutschland werden Grundleistungen für Unterkunft,
Kleidung und Lebensmittel gezahlt. Alleinstehende erhalten zusätzlich pro Monat 143 Euro Taschengeld für Bahnfahrten, Freizeit oder Telefonate  (teilen sich Flüchtlinge als Partner einen Haushalt, reduziert sich der Satz). Das summiert sich auf maximal 359 Euro. Der Hartz-IV-Regelsatz liegt mit 399 Euro im Monat darüber.
Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verweist man aber darauf, dass diese 359 Euro für Menschen aus dem Kosovo oderS erbien attraktiv seien. Der Monatsverdienst vor Ort liege zwischen 350 und 450 Euro.

Österreich: In der Alpen republik bekommen Flüchtlinge im Wesentlichen Sachhilfe - von der Unterbringung über Kleidung, Nahrungsmittel bis zur Krankenversorgung. Ein Taschengeld von 40 Euro pro Monat wird obendrauf gelegt, wenndieEinrichtung die volle Verpflegung übernimmt. Anders ist es bei privater Unterbringung. Dann kann eine Einzelperson etwa im Bundesland Nieder-
österreich mit 120 Euro Mietzuschuss,
200 Euro für die Lebensmittel, 150 Euro für Bekleidung und 200 Euro für Schulbedarf rechnen.

Großbritannien: Die Leistungen wurden AnfangAugust gekürzt.
Inzwischen bekommt ein einzelner Flüchtling pro Woche 48,25 Euro (35,39Pfund), eine vierköpfige Familie kann mit 207,80 Euro(147,80Pfund) pro Woche rechnen. DieUnterbringung wird von staatlicher Seite gestellt. Arbeitslose Briten bekommen vom Staat rund das Doppelte.

Frankreich: DieZuwendungen richten sich danach, ob der Asylbewerber privat (343,50 Euro im Monat) oder in einems taatlichen Asylzentrum (zwi-
schen 91und 202 Euro im Monat) untergebracht wird. JenachFamiliensituation kann dieser Betrag auf bis zu 718 Euro steigen. Jedem Flüchtling steht ärztliche Betreuung zu, Kinder unterliegen der Schulpflicht.

Schweiz:Die Sozialleistungen liegen im Schnitt um 20 Prozent unter den Zuwendungen für Schweizer Bürger. Einschließlich Unterkunft, Verpflegung, Toiletten- und Haushaltsartikeln, Kleidung und Betreuung bekommen die Asylbewerber rund 1100Euro (1200Franken) imMonat.

Polen: Die Regierung in Warschau hat die Sozialleistungen offenbar bewusst niedrig gehalten und setzt auf eine abschreckendeWirkung. Zwar werden Unterkunft und Verpflegung bereitgehalten. Darüber hinaus gibt es aber lediglich 18 Euro im Monat Taschengeld.

Niederlande: Die Behörden zahlen die Leistungen wöchentlich aus. Ein Zwei-Personen-Haushalt, der in einer staatlichen Unterkunft lebt, bekommt 89,32 Euro, eine  vierköpfige Familie kann mit 33,05 Euro pro Erwachsenem und 25,80 Euro für jedes Kind unter 18Jahren rechnen. Für Klei-
dung legt die Regierung noch einmal 12,95 Euro pro Person und Woche drauf. Ferner schließen die Behörden eine Krankenversicherung ab.

Schweden:Wenn sich die Flüchtlinge im hohen Norden kein Zimme leisten können, haben sie Anspruch auf eine möblierte Unterkunft. Sofern die Verpflegung in den Einrichtungen kostenfrei ist, bekommen Erwachsene je nach Familienstatus zusätzlich bis zu 77,50 Euro im Monat mit 31 Tagen (dieLeistungen werden pro Tag ausgezahlt), für Kinder stehen weitere 39,06 Euro zur Verfügung.

Ungarn: Budapest ist wegen seines Umgangs mit Asylbewerbern bereits zweimal vom EuropäischenGerichtshof fürMenschenrechte gerügt worden. Zwar werden auch in Ungarn Unterkünfte gestellt, doch dabei handelt es sich meist um Hallen oder Säle mit ungenügender Möblierung, ohne Privatsphäre, Gesundheitsversorgung oder Integrationsangeboten. Nach dem Aufenthalt im Sammellager gibt es bis zu zweiJahre lang Sozialhilfe von 90 Euro pro Person und Monat, die nicht reichen, um eine Wohnung oder ein Hotelzimmer anzumieten.
Zuschüsse für Kleidung oder andere Lebensbedürfnisse sind nicht vorgesehen. Deshalb bleiben viele Flüchtlinge in Ungarn obdachlos.

 

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 265112 - 1 auf SPD Langenaltheim - 3 auf SPD Kreisverband Freising - 1 auf SPD Ellingen - 2 auf SPD Bamberg Land - 1 auf SPD Ortsverein Flossenbürg - 1 auf SPD Kleinrinderfeld - 1 auf Tina Krause - 1 auf SPD Mehring - 1 auf SPD Oberhaid - 2 auf SPD Bamberg-Gaustadt - 1 auf SPD Ortsverein Immenreuth - 1 auf SPD Ortsverein Marktl am Inn - 1 auf SPD Manching - 2 auf SPD Markt Ergoldsbach - 1 auf Jusos Coburg - Kronach - 1 auf SPD Ampfing - 1 auf SPD Allershausen-Kranzberg - 1 auf SPD Unterbezirk WEN-NEW-TIR - 1 auf SPD Winhöring - 2 auf SPD Ortsverein Veitshöchheim - 1 auf SPD Nittendorf-Undorf-Haugenried - 1 auf SPD Steppach - 1 auf SPD Kreisverband Bamberg-Stadt - 2 auf SPD Augsburg-Land - 1 auf SPD Pullenreuth - 1 auf Jusos Freising - 1 auf Holger Griesshammer - 2 auf Oliver Winkelmaier - 1 auf Jusos Amberg - 1 auf SPD Stadtverband Landshut - 1 auf ASF Regensburg - 1 auf SPD Neumarkt St. Veit - 1 auf SPD Asbach-Bäumenheim - 1 auf SPD Wallerstein - 1 auf SPD Ortsverein Kemnath-Kastl - 1 auf Jusos SR - 2 auf SPD Neufahrn - 1 auf Landtagsabgeordnete Annette Karl - 1 auf SPD Eulen - 1 auf SPD Hohenthann - 2 auf SPD Eisingen - 1 auf SPD Meitingen - 1 auf SPD Erding - 1 auf SPD Reckendorf - 1 auf SPD Mantel - 1 auf SPD Dörfles-Esbach - 1 auf SPD Neutraubling - 1 auf SPD Eschenbach - 1 auf SPD-Kreisverb. Fichtelgebirge - 1 auf AG60Plus Straubing - 1 auf SPD Rottenburg - 2 auf Jusos in Sulzbach-Rosenberg - 1 auf SPD Saal - 1 auf ASF Oberfranken - 1 auf SPD Veitsbronn-Siegelsdorf - 1 auf SPD Bobingen - 1 auf SPD Freudenberg Oberpfalz - 1 auf SPD Gundelsheim - 1 auf SPD Mitterfels-Haselbach - 1 auf SPD Ortsverein Reichertshausen - 1 auf SPD Schöllnach - 1 auf SPD Konradsiedlung-Wutzlhofen - 2 auf SPD Unterbezirk Amberg - 1 auf SPD Hallstadt - 1 auf SPD Berg / Oberpfalz - 1 auf SPD Wunsiedel - 1 auf SPD Lenting - 1 auf SPD Ortsverein Neumarkt i.d.OPf. - 1 auf SPD Ortsverein Scheyern - 1 auf SPD Ortsverein Erlabrunn - 1 auf SPD Kreisverband Pfaffenhofen -

Eingeloggt haben sich

Besucher:265113
Heute:27
Online:1
 

Mitglied werden

 

Aktuelles

18.08.2019 17:31 Abbau des Soli darf kein Entlastungsprogramm für Millionäre sein
SPD-Fraktionsvize Post stellt klar, unter welchen Bedingungen die SPD-Fraktion zu einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags bereit wäre: höhere Einkommen- und Reichensteuer für Topverdiener.  „Wir sollten in der Koalition jetzt das machen, was wir gemeinsam vereinbart haben und den Soli für 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abschaffen. Das ist kein Pappenstiel, den wir da planen,

13.08.2019 09:33 Wir gegen rechts – Demokratische Ordnung stärken und verteidigen
Im Kampf für Demokratie und Freiheit will die SPD härter gegen Rechtsextremismus vorgehen – und für mehr Schutz vor rechter Gewalt sorgen. Die Demokratie müsse sich „viel konsequenter“ wehrhaft zeigen, heißt es im Beschluss des SPD-Präsidiums. In sieben Punkten soll die demokratische Ordnung gestärkt werden. Es geht um die Zerschlagung rechter Netzwerke, das Waffenrecht und

13.08.2019 08:53 Die Union muss endlich beim Klimaschutzgesetz liefern
Blockieren, verzögern, ablehnen – die Union will beim Klimaschutz nicht wirklich handeln, sondern nur schön reden, kritisiert SPD-Fraktionsvize Miersch. Er fordert von CDU/CSU ein schlüssiges Gesamtkonzept zum Klimaschutz. „Wir können es uns nicht länger leisten, am Sonntag Klimaschutz zu predigen und in der Woche die konkrete Umsetzung zu blockieren. Bisher verhindert die Union den notwendigen

11.08.2019 09:36 Wollen keine milliardenschweren Steuergeschenke verteilen
SPD-Fraktionsvize Achim Post lobt den Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform des Solidaritätszuschlags. Er stellt klar: Eine vollständige Abschaffung lehnt die SPD-Fraktion ab. „Mit dem Gesetzentwurf zur weitgehenden Abschaffung des Soli hält die Koalition Wort und entlastet Millionen von Bürgerinnen und Bürgern. Gerade auch Berufstätige mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen profitieren davon. Zusammen mit den weiteren Entlastungen etwa

08.08.2019 08:54 150 Jahre Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei – SDAP „Die Eisenacher“
Zum Jahrestag der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei – SDAP „die Eisenacher“ erklären der SPD-Geschichtsbeauftragte Dietmar Nietan und die Sprecher/innen des Geschichtsforums Kristina Meyer und Bernd Rother: Feinde der offenen Gesellschaft missbrauchen gegenwärtig in den Landtagswahlkämpfen in Ostdeutschland die großartigen Leistungen der Ostdeutschen für die friedliche demokratische Revolution in der damaligen DDR. In diesen Tagen erinnern wir uns

Ein Service von websozis.info